-
Startseite -
-
De/En
Rechtlich gesehen sind Emschergenossenschaft (EG) und Lippeverband (LV) zwei Körperschaften des öffentlichen Rechts mit vergleichbaren gesetzlichen Aufgabenstellungen. Wir bündeln unsere Kompetenz seit 100 Jahren und sind der größte Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen in Deutschland. Die Vorteile dieser Partnerschaft liegen auf der Hand: erhebliche Synergieeffekte durch mehr Wissen, mehr Erfahrung und mehr Wirtschaftlichkeit. Uns verbindet vor allem das gemeinsame Ziel, an Emscher und Lippe ökologisch, technisch und gestalterisch überzeugende Lösungen zu schaffen – in der Region und für die Region.
Die Flüsse unserer Region haben ihr Gesicht mehrfach verändert. Ursprünglich waren sie unregulierte Fließgewässer im ländlichen Raum, dann offene Abwasserkanäle in einer dicht besiedelten Industrielandschaft. Nun sollen sie wieder zu attraktiven Wasserläufen in einem Ballungsraum werden, der den Strukturwandel in Richtung Dienstleistung und Technologie aktiv vorantreibt. Im Umfeld von Emscher und Lippe konkurrieren die Nutzungsansprüche von Mensch und Natur. Diese Ansprüche in ein nachhaltiges Gleichgewicht zu bringen, ist unsere Aufgabe. Wohnen und Arbeit müssen ebenso möglich sein wie das Wiedererstehen lebendiger, artenreicher Flusslandschaften – keine leichte Aufgabe in einer Region, die ohne unsere Arbeit häufig unter Wasser stehen würde. Im größten Ballungsgebiet Europas zwischen Dortmund und Duisburg sowie der nördlich angrenzenden Lippe-Region stehen wir für eine moderne, kostengünstige Wasserwirtschaft mit vielfältigen Aufgaben:
Oer-Erkenschwick / Datteln. Vom Abwasser befreit hat der Lippeverband den Westerbach bereits vor neun Jahren – nun beginnt die naturnahe Umgestaltung des technisch stark überformten Gewässers. Der einst offene Schmutzwasserlauf wird in den kommenden zwei Jahren aus seinem Betonkorsett herausgeholt und teilweise in sein ursprüngliches Bachbett gelegt. Das Ziel ist die ökologische Durchgängigkeit der Gewässer im Dattelner Mühlenbach-System, so dass künftig Fische aus der Lippe stromaufwärts bis in den Westerbach in Oer-Erkenschwick schwimmen können. Aus der einst grauen Rinne wird wieder ein blauer Fluss mit grünen Ufern. Nur in einem kleinen Abschnitt belässt der Lippeverband die Optik des tief eingeschnittenen Grabens, die über Jahrzehnte das Bild der Gewässer in der Lippe-Region geprägt hat – als Erinnerung an die vergangene Ära der „Köttelbecken“. In die Revitalisierung des Westerbachs investiert der öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsverband knapp 2,2 Millionen Euro.
Recklinghausen. Die Emschergenossenschaft plant den Bau einer Grundwasserableitung im Bereich der Horsthauser Straße in Recklinghausen, um das saubere Wasser künftig in die Emscher einleiten zu können – aktuell wird es über den Abwasserkanal unnötigerweise in Richtung Kläranlage transportiert. Während diese Baumaßnahme für das zweite Halbjahr 2027 vorgesehen ist, müssen bereits in der kommenden Woche vorlaufende Baugrunduntersuchungen durchgeführt werden. Zwei Probebohrungen finden im Eingangsbereich der Landschützstraße statt, vier weitere in der Horsthauser Straße. Die Emschergenossenschaft bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen.
Nordkirchen. Der Lippeverband führt ab dem 26. Oktober auf einer Länge von insgesamt rund 900 Metern Kanalsanierungen durch. Betroffen von der Maßnahme in Nordkirchen sind die Straßen Schlossstraße (Ecke Mühlenstraße, zwischen den Hausnummer 5 bis 23) und die gesamte Wagnerstraße (inklusive der vier Stichstraßen), sowie die Werner Straße in Capelle (von der Bahnhofstraße bis zur Gorfeldstraße). Altersbedingt müssen die Kanäle umfassend saniert werden. Der Lippeverband rechnet mit einer Bauzeit von zirka sechs Wochen und bittet Bürgerinnen und Bürger um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen.
Dortmund. Gemeinsam mit der Stadt Dortmund verbessert die Emschergenossenschaft den Fahrkomfort auf dem Emscher-Weg im Stadtgebiet. Auf einer Länge von rund elf Kilometern wird der Weg asphaltiert, darüber hinaus werden Lücken in der Wegeführung geschlossen. Ganz aktuell hat die Emschergenossenschaft den zirka 3500 Meter langen Abschnitt zwischen den Stadtteilen Schönau und Huckarde (vom Emscherpfad im Süden bis zur Franziusstraße im Norden) weitestgehend fertiggestellt – der Weg wird nach kleineren Restarbeiten Mitte November wieder freigegeben. Darüber hinaus arbeitet die Emschergenossenschaft zurzeit an der Asphaltierung eines rund 5000 Meter langen Abschnitts von der Stadtgrenze zu Holzwickede bis kurz vor dem Phoenix See in Dortmund-Hörde. Weitere Asphaltierungen entstehen ab der kommenden Woche auf rund 550 Metern im Bereich der Schnettkerbrücke zwischen Palmweide und Emscherpfad sowie voraussichtlich später in diesem Jahr auf 2100 Metern Länge am Deusenberg. Einen eigenen Eindruck vom Fortschritt der Arbeiten und den ersten fertiggestellten Abschnitten verschaffte sich kürzlich Oberbürgermeister Alexander Kalouti vor Ort im Bereich der Huckarder Straße.
Bergkamen. Begrünte Dächer, entsiegelte Höfe, Regenwasser, das im Boden versickert, statt in den Kanal zu fließen: Bergkamen baut zur Schwammstadt um. Nun haben die Stadt Bergkamen und die Zukunftsinitiative Klima.Werk mit dem Lippeverband den Auftakt gegeben. Der Umbau beginnt in zwei Gestaltungsräumen: Weddinghofen/Mitte und Oberaden. Mitmachen können aber Eigentümerinnen und Eigentümer in der ganzen Stadt.
Aktuelle Veranstaltungen rund um Emscher und Lippe finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche, die Wirtschaft, Mensch und Natur an die Emscher haben, in ein nachhaltig vertretbares Gleichgewicht zu bringen – das ist im Wesentlichen die Aufgabe der Emschergenossenschaft.
Neben der allgemeinen Pflicht der Gewässerunterhaltung übernehmen wir auch die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Lippe. Hierzu haben wir 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ für unseren Zuständigkeitsbereich aufgelegt und neben der Fortsetzung der bestehenden Projekte mehrere neue Projekte begonnen.
Seit über 100 Jahren sorgen wir für mehr Lebensqualität in der Emscher-Lippe-Region: Wir denken Wasserwirtschaft weiter, indem wir Lebensräume entlang unserer Gewässer schützen, unsere Städte nachhaltig entwickeln und Verbindungen neu denken. Dazu verwandeln wir mutige Ideen in konkrete Projekte – und laden Sie ein, diese nicht nur kennenzulernen, sondern zusammen mit uns an einer blaugrünen Zukunft mitzuwirken. Gemeinsam sorgen wir für Veränderung. Für heute und morgen.
Unterstützen Sie uns bei der nachhaltigen Gestaltung von Emscher und Lippe! Ob Sie Berufserfahrung mitbringen, nach Ausbildung oder Studium durchstarten wollen, einen Beruf erlernen oder während eines Praktikums erste Unternehmensluft schnuppern möchten: Wir bieten Ihnen einen sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz, in dem Sie Ihre Talente bestmöglich entfalten können. Mit über 1.900 Mitarbeitenden stehen wir für eine moderne und innovative Wasserwirtschaft.
Moderne Kanalinfrastruktur muss heute viel leisten: verlässlich ableiten, intelligent steuern, Energie gewinnen. Abwasserbeseitigung muss zukunftssicher sein! Daher sehen wir uns als Dienstleister für unsere Mitglieder. Wir entlasten sie bei diesen Aufgaben mit unserem Know-how und fachübergreifenden Kompetenzen in den Bereichen Abwasserbewirtschaftung, Kanalnetzsteuerung und Aquathermie.
Ein Spaziergang am Wasser, eine Radtour entlang des Gewässers – Flüsse laden seit jeher zum Radfahren, Wandern oder Verweilen ein. In der Region hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Auf unserer Webseite finden Sie Informationen zu den Radrouten und Umleitungen.
Das Glück liegt auf der Straße, heißt es. Und wir glauben: auch auf den Radwegen. Denn Bewegung, Gesundheit und Glück bilden einfach ein perfektes Trio. Die „Glücksradtouren“ sind ein Angebot der Emschergenossenschaft und der Krankenkasse KNAPPSCHAFT im Rahmen der Kooperation „Gesund an der Emscher!”.
Zwischen Quelle und Mündung der Emscher gibt es vier Hof-Anlagen: In Holzwickede an der Emscher-Quelle und dem Emscher-Weg liegt ganz idyllisch der Emscherquellhof – eine historische Fachwerk-Hofanlage. In Dortmund-Mengede ist der Hof Emscher-Auen seit 2017 Anlaufstelle für Fahrradfahrer*innen und Spaziergänger*innen in unmittelbarer Nähe unseres größten Hochwasser-Rückhaltebeckens. An der Emscher-Mündung in Dinslaken haben wir 2013 die Hofanlage aus dem Jahr 1911 renoviert und umgebaut. Auf dem Gelände unserer ehemaligen Kläranlage lädt der BernePark in Bottrop zum Verweilen ein. Alle vier Anlagen haben eines gemeinsam: Sie bringen einen vielseitigen Mehrwert in den Bereichen Bildung, Naherholung, Freizeit, Kunst & Kultur und sind verbindendes Element ins Emscher-Land sowie zum Emscher-Weg.
Partizipation ist ein wichtiges Thema für uns – und das Angebot ist vielfältig: Bei unserer Initiative „Mach mit_“ werden im gesamten Emscher- und Lippe-Einzugsgebiet spannende Orte geschaffen. Wir wollen den Menschen die Gewässer zurückgeben und rufen zum Miterleben, Mitlernen und zum weiterem Mitentwickeln und -gestalten auf. In einer Vielzahl von langfristigen Projekten, Bildungsaktivitäten und Veranstaltungen sind wir gemeinsam mit den Menschen der Region aktiv. Mit unseren BNE-, Umweltbildungs- und Umweltkommunikationsangeboten möchten wir Bildungsarbeit unterstützen.
Der Klimawandel stellt die gesamte Welt und auch die Städte in NRW vor eine besondere Herausforderung. Die Zunahme von Starkregen, Trockenphasen, tropischen Nächten und sich immer weiter aufheizende Städte beeinträchtigen immer stärker die Lebensqualität der Menschen – besonders auch in dichtbesiedelten Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet. Denn hier liegen die Temperaturen längst bis zu zehn Grad Celsius höher als im unbebauten Umland. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, die Folgen des Klimawandels abzumildern und das Leben nachhaltig attraktiver zu gestalten, haben sich 21 Kommunen aus der Emscher-Lippe-Region mit Emschergenossenschaft und Lippeverband in der Zukunftsinitiative Klima.Werk zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie eine blaugrüne Vision für unsere Städte.